Der perfekte Bildlook mit Alien Skin Exposure

Als ich mich vor etwas über zwölf Jahren wirklich intensiv mit Bildbearbeitung zu beschäftigen begann, war mir sehr schnell klar, dass ein cooler Farblook oder eine erstklassige schwarz-weiß-Konvertierung für den ersten Eindruck eines Bildes von enormer Bedeutung sind. Dieser erste Eindruck, der ist es dann wohl auch, der entscheidend dafür ist, ob man einem Bild einen zweiten Blick gönnt, oder sich sogar länger damit beschäftigt.

Betrachten wir es einmal ganz nüchtern; jeden Tag werden hunderte Millionen von Bildern in Social Media, Foto Communities und Bildagenturen hochgeladen. Tausende Bilder strömen täglich auf uns ein und an wie viele davon können wir uns am nächsten Tag noch erinnern. Eines, zwei oder sogar drei - "normale Fotos" haben da absolut keine Chance. Ein Bild welches in unserer Erinnerung bleibt muss irgend etwas Besonderes haben. Das kann eine atemberaubende Landschaft, ein besonders schöner oder extrem auffälliger Mensch, aber auch ein provokativer Bildinhalt sein. Ein schöner Farblook oder ein eindrucksvolles schwarz-weiß unterstützen ebenfalls die Bildaussage, veredeln ein Foto und erhöhen dessen Wirkung enorm.

Alien Skin Exposure © Michael Schnabl

Lightroom und Photoshop waren sehr schnell meine ständig genutzten Tools in der Bildbearbeitung. Jedoch war ich weiterhin auf der Suche nach einer Software die meinen Wunsch, perfekte Bildlooks zu kreieren, besser unterstützen konnte. Ich kaufte so einige Plug-Ins, lud Unmengen an Presets für Lightroom herunter, aber den edlen Look, so wie ich ihn mir das vorstellte, konnte ich nicht wirklich erreichen. Color Efex, Viveza und Silver Efex aus dem Hause Nik waren dann schon ein Riesenfortschritt und meine Bilder verbesserten sich ganz Enorm durch den Einsatz dieser drei Plug-Ins. 2012 übernahm Google Nik mit dem negativen Nebeneffekt, dass die Software nicht mehr weiter entwickelt wurde. Nun, was das bedeutet, brauch ich wohl nicht weiter zu erklären in einer Zeit in der sich die digitale Welt jeden Tag schneller dreht.

 

Es war denke ich Anfang 2014, als mir ein Freund, der ebenfalls ein international erfolgreicher Fotograf ist Alien Skin Exposure empfahl. Er nutze die Software bei all seinen Bildern um ihnen den letzten Schliff zu verleihen und war total begeistert davon. Ich recherchierte etwas und stellte fest, dass Alien Skin von weiteren Top-Fotografen denen ich folgte, genutzt wurde. Viele dieser Fotografen hatten genau den Farblook bei ihren Bildern den auch ich anstrebte. Eine Testversion von Alien Skin Exposure war flott herunter geladen und ich begann damit zu experimentieren. Ich merkte sehr schnell, dass Exposure die Funktionen mehrerer Plug vereinte und dabei übersichtlich und einfach zu bedienen war. Ich realisierte, dass meine Suche ein Ende hatte und ich mit Exposure endlich ein Plug-In hatte, das genau die Farblooks erzeugen konnte die ich wollte. Im Gegensatz zu Color Efex oder Silver Efex wurde Exposure zudem permanent weiter entwickelt und das derzeit erhältliche Alien Skin Exposure X3 ist mittlerweile auch ein ausgezeichneter RAW-Entwickler mit unzähligen vorinstallierten Presets in Farbe und Schwarz-Weiß. Exposure kann aber noch viel mehr und ersetzt  damit ein ganzes Sortiment an Programmen und Plug Ins die man früher benötigte um Ähnliches zu erreichen. Zudem lässt sich Exposure ziemlich intuitiv bedienen und hat ein absolut attraktives Preis Leistungs-Verhältnis.

Alien Skin Exposure © Michael Schnabl

Exposure hat sich in den letzten Jahren zu einem exzellenten RAW-Entwickler entwickelt und ist dieser Funktion besonders empfehlenswert für User von Fujifilm Kameras, da es aus den Fuji-RAW Daten auch etwas mehr heraus holt als z.B. Lightroom. Mit anderen Kameramarken fehlen mir die Erfahrungswerte, ich denke die Ergebnisse werden ähnlich gut sein. Ich selbst bin gerade dabei meine RAW-Entwicklung fast völlig auf Exposure umzustellen. Der mittlerweile enorme Funktionsumfang von Exposure, der auch Ebenen beinhaltet, macht auch Photoshop in vielen Bereichen überflüssig. Wer auf Verflüssigen, Frequenz-Trennung und Co verzichten kann und keine Compositings kreiert, der findet mit Exposure ein All in One Programm, das kaum Wünsche offen lässt. 

 

 

Mein persönlicher Workflow

 

Nachdem ich die Bilder aus einem Shooting auf meine Festplatte kopiert habe, öffne ich den Ordner mit dem Browser in Exposure. Die Top-Bilder, die ich später bearbeiten möchte, bewerte ich mit fünf Sternen, um sie später schnell wieder zu finden. Wer Lightroom kennt, findet sich in Exposure sofort zurecht, der grundsätzliche Aufbau ist ähnlich, mit dem großen Unterschied, dass Exposure keine Kataloge anlegt, sondern mittels Browser die Ordnerstruktur des Betriebssystems nutzt, wie man es zum Beispiel auch von der Bridge kennt. Das ist ein Punkt den viele begrüßen werden, die sich mit den Katalogen nie anfreunden konnten.

RAW-Entwicklung mit Alien Skin Exposure © Michael Schnabl

Alien Skin Exposure erinnert mit seiner Oberfläche an Lightroom.

Bei der Raw-Entwicklung geht es mir zunächst nur um das Einstellen des Weißabgleichs und kleinere Farb-Sättigungs und Belichtungsanpassungen. Den endgültigen Farblook bzw. die schwarz-weiß Konvertierung mache ich erst ganz zum Schluss.

Hautretusche in Photoshop © Michael Schnabl

Die Hautretusche sowie Verflüssigen mache ich in Photoshop

Zuerst schicke ich das Bild zur Beauty-Retusche an Photoshop wo ich einige Funktionen nutze, die über Exposure hinausgehen. Das wären zum Beispiel der Verflüssigen Filter und auch einige Retusche Methoden wie die Frequenz-Trennung, um eine gleichmäßige Haut zu bekommen. Zusätzlich füge ich in Photoshop zumeist einen anderen Hintergrund ein, bevorzugt eine Textur aus meinen Fine Art Textures Collections. Nach diesen Arbeiten geht es wieder zurück zu Alien Skin Exposure, wo ich den finalen Farblook oder eventuell auch die Schwarz-Weiß Konvertierung vornehme. Dieses Wechseln zwischen den Programmen funktioniert absolut nahtlos und schnell. Ganz besonders liebe ich die Funktion die Wirkung verschiedener Presets vergleichen zu können und natürlich einen der größten Vorteile gegenüber Lightroom, nämlich die Deckkraft zu variieren oder auch mehrere Filter miteinander kombinieren zu können. Wenn es um den finalen Bildlook geht, dann gibt es derzeit denke ich kein Programm, das auch nur annähernd an die Funktionsvielfalt und genialen Looks von Exposure heran kommt. 

Finaler Bildlook mit Alien Skin Exposure © Michael Schnabl

Das Experimentieren mit Bildlooks ist in Alien Skin Exposure besonders intuitiv.

Seit ich Alien Skin Exposure für mich entdeckte, habe ich nach und nach ein Plug-In nach dem anderen deinstalliert, was die Post Produktion für mich deutlich übersichtlicher machte. Exposure ist inzwischen das einzige Programm welches ich neben Lightroom und Photoshop nutze und der finale Look fast aller meiner Bilder trägt die unverkennbare Handschrift dieser genialen Software.

Bildlooks vergleichen mit Alien Skin Exposure © Michael Schnabl

Mit Exposure lassen sich verschiedene Bildlooks bzw. Presets sehr leicht miteinander vergleichen.

Um Alien Skin ausführlich zu testen kann man sich eine kostenfreie Testversion herunter laden!

Einige weitere Beispielbilder bei denen der Bildlook mit Alien Skin Exposure erstellt wurde

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